Sephie

Als Tochter des Ministers von Meridian, Turos, ist Sephie ein fröhliches und beliebtes Mädchen. Als ihr Onkel Ilahn und ihr Vater gleichzeitig von einem seltsamen Mal gezeichnet werden, stirbt Turos und sein Mal geht auf seine Tochter Sephie über. Ilahn nimmt Sephie bei sich auf. Sephie erkennt aber schnell, dass Ilahn dem Meridian, das ihr so wichtig ist, den Untergang bringen wird. Deshalb flieht sie von Kadador. Auf Demetrias Oberfläche lernt sie, mit den Kräften ihres Mals umzugehen. Tatsächlich kann sie nur heilen, nicht zerstören, da es ihr Charakter nicht anders zulässt. Auch fliegen hat sie inzwischen gelernt, als sie auf Holzfäller trifft, von denen ein Teil ihr bei ihrem Kampf gegen Ilahn helfen wollen. In Demetrias Höhlen trifft Sephie auf weitere Menschen, die ihr helfen wollen und die ihr ein eigenes Schiff bereitstellen, welches ihren Eltern Ideria und Turos gehört hatte. Deren Beq, eine emanzipierte Höhlenbewohnerin, Crenner und weitere Höhlenbewohner schließen sich Sephies Odyssee an.

Ausgerüstet mit einem Schiff und Mannschaft nimmt Sephie nun den Kampf um Meridian an und greift den Handel von Kadador öffentlich an. Inzwischen sind auch Jad, ihr Jugendfreund und weitere Freunde aus Meridian zu ihrer Unterstützung gekommen. Sephie und Jad kommen sich näher, während Deren darauf achtet, das Jad nicht zu viel Schaden anrichtet. Sie braucht Sephie als die Führerin, die sie ist. Ilahn hat ebenfalls seine Macht erkannt, die im Gegensatz zu Sephies zerstörerisch und gewalttätig ist. Er wird größenwahnsinnig und verweigert der Insel Torbel das überlebenswichtige Erz. Sephie erfährt zu spät von der Gefahr für Torbel und kann die Insel nicht mehr vor dem Absturz bewahren. Vor lauter Verzweiflung verausgabt sich Sephie und versucht, so viele Leute wie möglich von Torbel zu retten, bis sie erschöpft zusammenbricht.
Doch Ilahn lässt ihr keine Ruhe und schickt seinen neuen Verbündeten – Rho Rhutsan, einer der Ersten, der eine seltsame Maschine nach Demetria gebracht hatte – eine Kanone. Sephie besiegt den Ersten tatsächlich und übergibt das fremdartige Schiff für Studien an die Meridianer. Sie kehrt auf ihre Insel zurück und es kommt zum entscheidenden Kampf gegen Ilahn, der ihr persönlich gegenüber tritt. Sephie besiegt auch ihn mit ihren Heilkräften, doch verschwindet Ilahn, bevor sie ihn töten kann.

Sephie ist ein fröhliches Mädchen, das in ihrer heilen Welt lebt. Sie kennt Gefühle wie Hass nicht und kann sich nichts Böses vorstellen. Doch ihr Abenteuer lehrt sie, dass die Welt nicht nur schön und gut ist. Zu dem Schmerz, dass ihr Vater tot ist, gesellen sich auch die Gefühle der Enttäuschung, dass sie verraten wird und schlussendlich erkennt sie, dass aus ihrem Onkel ein Monster geworden ist, dass sich innerlich nach ihrer, Sephies Mutter Ideria, verzehrt. Langsam lernt sie, dass sie als Ministerin Meridians auch autoritär sein muss und Entscheidungen nicht immer nur gut sein können. Und sie lernt ein Gefühl, dass ihr bisher völlig fremd war: der Hass gegen ihren letzten Blutsverwandten – den Hass gegenüber ihren Onkel Ilahn. Von dem jungen, naiven Mädchen ist nichts mehr übrig – sie ist erwachsen geworden.

(c) Martina

 

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