Ilahn


Der Minister von Kadador ist Turos´ Bruder. In früherer Zeit war er selber Meridianer, im Gegensatz zu seinem Bruder und den anderen Meridianern nicht nach Ausgleich mit der Natur bestrebt, sondern immer visionär und fortschrittlich angehaucht. Seine starke Liebe zu der Frau seines Bruders, Ideria, hat ihn innerlich verhärtet. Seine Heirat mit der Tochter der Ministerin Kadadors war nur formell, um die Macht über seine eigene Insel zu erhalten. Ilahn besucht Turos öfter auf Meridian, um ihm Angebote des Fortschritts zu präsentieren, doch Turos lehnt diese Angebote immer ab, da er die Lebensweise der Meridianer nicht gefährden möchte. Daraufhin versucht Ilahn, seinen Bruder zu vergiften. In diesem Moment, als Turos, schon von dem Gift geschwächt, mit Ilahn auf dem Balkon redet, taucht ein Vogel auf, der die beiden zeichnet. Turos überlebt dieses Ereignis nicht und gibt somit sein Mal an Sephie weiter, bevor er stirbt.

Ilahn erkennt sehr schnell, welche Macht das Mal ihm verleiht. Er nimmt Sephie mit nach Kadador und lehrt ihr, wie grausam das Leben sein kann. Da auch Sephie gezeichnet ist, möchte er sie gerne als Vermächtnis Iderias zur Verbündeten. Doch er regiert Meridian nicht, sondern besetzt die Insel und scheucht ihre Bewohner auf, die flüchten müssen. Er sorgt dafür, dass keine größere Stadt auch nur einen Meridianer aufnimmt, um sein Machtmonopol zu sichern. Eine alte Frau spricht Ilahn auf das Mal an, welches er bisher erfolgreich verbergen konnte. Die Muse von Giatan steht dem Minister von Kadador nun mit ihren Rätseln zur Seite. Als Sephie von Kadador flieht und fällt, hält er sie für tot. Bald darauf trifft Reesha, eine junge Frau, bei Ilahn ein und „adoptiert“ ihn sozusagen als ihren neuen Lehrmeister. Als er erfährt, dass seine Nichte noch lebt, reißt er sofort auf die Oberfläche nach Akasia, wo ihm die Ministerin Maraya erzählt, dass Sephie geflohen sei. Als sie versucht, ihn zu erpressen und festzusetzen, verfällt Ilahn in Raserei. Inzwischen hat er das Mal beherrschen gelernt und zerstört mit seinen Kräften die Schiffe und somit das Überleben Akasias, welches vom Handel mit seinen Farben gelebt hatte.

Ilahn kehrt zurück nach Kadador. Die Muse rät ihm, einem Treffen mit einem der Ersten zuzustimmen. Rho Rhutsan bietet Ilahn einen Teil seiner Macht an. Als Ilahn ablehnt, nimmt Reesha das Geschenk an und macht sich somit zum Bindeglied zwischen Rho und Ilahn. Nachdem er Rho dazu überredet hat, ihn mit nach Elysia zu nehmen, erkennt er die Macht, die ihm das Mal über die ersten verleiht. Er nimmt sich vor, nach Demetria schließlich auch Elysia einzunehmen. Im Auftrag von Ingra muss Rho weiter an Ilahns Seite bleiben. Dieser konstruiert im Auftrag des Ministers von Kadador eine Kanone, um Sephie, die inzwischen eine eigene Streitmacht auf die Beine gestellt hat, zu besiegen. Doch Rho verliert den Kampf gegen Sephie. Als sie schließlich nach Meridian zurückkehrt, um ihr Recht als Ministerin zu fordern, tritt Ilahn ihr schließlich entgegen und fordert sie zum Zweikampf. Er unterliegt seiner Nichte, doch bevor sie ihn töten kann verschwindet er…

Ilahn ist ein besessener Mann, dem Meridian nichts bedeutet. Er sieht darin nur eine Insel, die ihm weiter Handelsvorteile bringen könnte, wenn sein Bruder ihm seine Mithilfe nicht verwehren würde. Seine Liebe zu Ideria ist anfangs noch fest in seinem Herzen verschlossen, als er jedoch Sephie zu sich nimmt und in ihr die Stärke und Schönheit ihrer Mutter erkennt, beginnt ihn diese Liebe zu verzehren. Seine Liebe wandelt sich um in Hass und je mächtiger er dank des Males wird, desto stärker wird dieser Hass gegenüber seiner Nichte und allen anderen. Er wird zu einem machtbesessenen Monster, das die Möglichkeit besitzt, den Himmel zu besitzen. Als ihn schließlich diese Macht wahnsinnig macht, hat er keine Chance mehr gegen Sephie, die etwas hat, wofür sie kämpft, während er, Ilahn, alleine steht…

(c) Martina

 

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